Nun ist er da ...
... der neue Grangé. Hoffentlich wieder Thrillertrash vom Feinsten.

Und bei der Gelegenheit mache ich gern ein wenig Reklame für die LeseInsel Bochum, die mir zuverlässig noch vor offiziellem Erscheinungsdatum das Objekt meiner Begierde mit dem Aufkleber "Zefira" zukommen lässt.

Ich bin dann mal lesen.

Und bei der Gelegenheit mache ich gern ein wenig Reklame für die LeseInsel Bochum, die mir zuverlässig noch vor offiziellem Erscheinungsdatum das Objekt meiner Begierde mit dem Aufkleber "Zefira" zukommen lässt.

Ich bin dann mal lesen.
schmollfisch - 16. Aug, 17:17






Der Ursprung des Bösen klingt auch nicht schlecht.
Grangé ist eher was für Bekloppte. Total bizarr-bescheuerte Plots, merkwürdig sperrige Ermittler; hier sei zum Beispiel Mat aus "Das Herz der Hölle" hervorgehoben, der behauptet, von weißem Reis und grünem Tee zu leben, weil er organische Gerüche nicht verträgt; sich aber zwischendurch regelmäßig Fish&Chips gönnt und schon zum Frühstück Kaffee mit Rum säuft. Und Hinweise, die vor seiner Nase liegen, nicht erkennt - vielleicht eben drum??)
Dabei geniale Milieuschilderungen, die kann Grangé wirklich - ich wollte, er ließe mal einen seiner Romane in Fulda spielen ... Ich lese jedes seiner Bücher sofort nach Erscheinen. Kann nichts dafür. Es ist stärker als ich.
Habe übrigens vorhin die ersten 100 Seiten gelesen. Gefällt mir bisher besser als der letzte (der selbst für Grangé bissi reichlich verwegen war ...)
Klingt wirklich gut was du schreibst. Ich bestell das jetzt. Ja, manche Autoren muss man sofort haben, wenn sie was neues rausbringen. Geht mir genauso. Man verfällt dann in so eine Art Panik. Als ob der Autor es sich noch mal überlegen könnte und die Neuerscheinung wieder vom Markt nimmt. Irre, stimmts.
"Kann nichts dafür. Es ist stärker als ich." Das gefällt mir.
Bis dann, liebe schmolli.
Grangé bewegt sich meistens ziemlich unentschlossen zwischen Krimi und Horrorgenre, und bisweilen merkt man auch eine verblasen-halbdokumentarische Absicht (der Mann war lange Zeit Auslandskorrepondent in Krisengebieten).
Obendrein macht er logische Fehler und entwirft unglaubwürdige Charaktere.
Ich liebe ihn trotzdem.
ps. Bin jetzt auf Seite 240. Ab Seite 200 nimmt das Buch Fahrt auf. Vorher ist es ziemlich behäbig.
Ich lese absichtlich langsam.
Und stelle mich darauf ein, dass es kompliziert wird.
Ich hab' gestern den Barnes angefangen zu lesen. Unfassbar. Der schreibt FICKEN. Ich reiße die Augen auf und lese noch mal FICKEN. Was issn mit dem Barnes los? ;)
Vielleicht hat ja bloß der Übersetzer gemeint, da muss mehr Saft rein ...
Da steht......
"Was ist kuscheln?"
Er zeigte es ihr.
"Dann kuscheln ist nicht ficken?"
"Nein kuscheln ist nicht ficken."
"Okay, kuscheln."
Immobilenmakler im Bett mit einer polnischen Kellnerin.
So, jetzt habe ich ihn durch ...
Bei Grangé ist es immer interessant, wer überlebt und warum.
Der erste Grangé, den ich je gelesen habe ("Das Imperium der Wölfe"), zeichnete sich dadurch aus, dass am Ende niemand mehr lebte, nur zwei ganz unwichtige Leute.
Irgendwie hat das was. Ein großes Aufräumen.
In "Der Ursprung des Bösen" hat Grangé es geschafft, genau die (für mein Gefühl) richtige Dosis Mitleid zu entwickeln. Es gibt Überleben der Hauptprotagonisten, aber nicht das, was sich im Vorfeld abzuzeichnen scheint und was sich der Leser gewünscht hätte.
Der Titel ist übrigens Quark, aber der Originaltitel ist in Ordnung.
Ich hab' mir überlegt, das Buch als Hörbuch runterzuladen. Ist zwar teuer, aber was solls. Meinst du, dass das eine gute Idee ist?
Was meinst du mit richtige Dosis Mitleid zu entwickeln? Für wen oder für was?
Ps. Mord im Eskimomilieu? Auf einer Eisscholle oder im Schnee erforen? ;)
Grangé wäre mir als Hörbuch viel zu kompliziert, aber mir war schon Glennkill zu kompliziert ... Ich bin einfach kein Hörbuchtyp.
Was das Mitleid angeht - mir geht es um das Mitgefühl mit den Hauptpersonen. Ich habe ja zum Thema "sinnlose Ermittlertode" schon mal eine Gurke an Grangé verteilt. In "Der Ursprung des Bösen" hat er es für mein Gefühl richtig gemacht. Er hat sowohl das Klischee-Ende (Liebespaar reitet in Sonnenuntergang) als auch das bei ihm leider beliebte Rasenmäher-Ende (alle Hauptpersonen tot) gekonnt vermieden.
(zur Gurke siehe hier: http://schmollfisch.twoday.net/stories/11593899/