schmollfisch - 23. Sep, 21:46
Aus gegebenem Anlass (siehe letzter Eintrag) beschäftigt sich der Fisch gerade ein wenig mit Shakespeares Sommernachtstraum. Einstweilen liegt mir nur die Übersetzung von Ludwig Tieck vor. Wenn ich morgen Zeit finde, den Keller umzugraben, kann ich mir auch den Originaltext daneben legen, obwohl ich den Verdacht habe, dass Tiecks Übersetzung blumiger und bildhafter ist als das Original. Wie auch immer.
Motor der Handlung ist ein Ehekrach zwischen Oberon und Titania. Bei Elfens geht es kaum anders zu als bei Menschens; die beiden gehen sich schon eine ganze Weile aus dem Wege, und wenn sie sich begegnen, giften sie einander an. Im Originaltext bezichtigt jedes den anderen der Untreue. Darauf folgt eine Gardinenpredigt Titanias, die mich sehr beeindruckt hat:
... Und nie seit Sonmmers Anfang trafen wir
auf Hügeln noch im Tal, im Wald noch Wiese,
am Kieselbrunnen, am beschilften Bach,
noch an des Meeres Klippenstrand uns an
dass dein Gezänk uns nicht die Lust verdarb.
(...) Drum schleppt der Ochs sein Joch umsonst, der Pflüger
vergeudet seinen Schweiß, das grüne Korn
verfault, eh' seine Jugend Bart gewinnt,
leer steht die Hürd' auf der ersäuften Flur,
und Krähen prassen in der siechen Herde.
Verschlämmt vom Lehme liegt die Kegelbahn;
unkennbar sind die art'gen Labyrinthe
im muntern Grün, weil niemand sie betritt.
Den Menschenkindern fehlt die Winterlust;
kein Sang noch Jubel macht die Nächte froh.
Drum hat der Mond, der Fluten Oberherr,
vor Zorne bleich, die ganze Luft gewaschen
und fieberhafter Flüsse viel erzeugt.
Durch eben die Zerrüttung wandeln sich
die Jahreszeiten: silberhaar'ger Frost
fällt in den zarten Schoß der Purpurrose;
indes ein würz'ger Kranz von Sommerknospen
auf Hiems' dünner und beeister Scheitel
als wie zum Spotte prangt. Der Lenz, der Sommer,
der zeitigende Herbst, der zorn'ge Winter,
sie alle tauschen die gewohnte Tracht,
und die erstaunte Welt erkennt nicht mehr
an ihrer Frucht und Art, wer jeder ist.
Und diese ganze Brut von Plagen kommt
von unserm Streit, von unserm Zwiespalt her:
Wir sind davon die Stifter und Erzeuger.
In Brittens Opernfassung geben Oberon und Titania diese Zeilen in Wechselrede und mehr oder weniger gleichzeitig von sich. In der letzten Zeile sind sie sich jedenfalls einig und bekräftigen lauthals mit mehrmals wiederholtem "Wir! Wir! Wir!"
Sie sind erstaunlich sicher, für alles Übel in der Welt verantwortlich zu sein. Jedenfalls für den Klimawandel. (Für meinen Zahnstatus weniger.) Denn ist das, was hier so wortreich beschrieben wird, in geraffter Form nicht genau das, was wir in den letzten Jahren beobachten und was uns angeblich noch bevorsteht? Überschwemmungen, verdorbene Ernten und Misswuchs und vor allem die Unberechenbarkeit des Wetters, die eine vernünftige Planung von Saat und Ernte erschwert. Ach ja, und witterungsbedingte Erosion. Vielleicht hat sogar Frank Schätzing, ehe er den "Schwarm" schrieb, vorher einen Blick in den Sommernachtstraum geworfen. Die Genauigkeit des Bildes ist beeindruckend. Ach ja, kann ich irgendetwas tun, um Titania und Oberon zu versöhnen?
Ich finde die zitierte Stelle sprachlich so hinreißend, dass ich mir auf jeden Fall die weitere Entwicklung des Ehekrachs noch anlesen werde. (Die Rüpelszenen lesen sich hingegen nicht gut - auf der Bühne kommen sie umso besser, vor allem mit Brittens kongenialer Musik. Wir haben Tränen gelacht!)
schmollfisch - 12. Sep, 19:59
"Midsummer Night's Dream" von Benjamin Britten, Act II. Oberon betritt die Bühne, sieht seine schlafende Frau im Bett mit einem Esel und singt - eingeblendet wird:
>>Das geht ja ...<
Meine Tochter rät: "... gerade noch." Ich rate: "... zu weit." Tatsächlich singt er: "... sehr schön."
Der Mann ist hart im Nehmen.
(Bild gelöscht)
ps. Möglich wäre auch (man probiere):
"... wie geschmiert."
"... voll daneben."
"... alles den Bach runter."
"... schon wieder los."
Aber "sehr schön" ist dann doch am schönsten. Passt auch am besten zu seiner Stimme.
schmollfisch - 9. Sep, 13:19
Das bin ich beim Frankfurter Museumsuferfest, wo ich erklärt habe, warum ich zwei Stimmen habe. (Gelesen habe ich aber nur mit einer. Die andere liegt ja in Grappa, wie bekannt.)
Weitere Bilder können übrigens auf der Facebook-Seite von
Poets' Corner eingesehen werden.
Gestern abend habe ich auch in die Leiste links, unter "Blogrunde", einen Link zu der Online-Zeitschrift "tableau" eingebaut und empfehle, ihn auszuprobieren. "tableau" ist ein Projekt des Blauen Salons mit vielen Beiträgen zum Angucken, Lesen und auch zum Hören. Viel Spaß!
schmollfisch - 8. Sep, 10:53
Nachdem Bathsheba hier einen Blick hingeworfen, dort zur Vorsicht gemahnt und einen der jüngeren Arbeiter zurechtgewiesen hatte, der sein zuletzt abgefertigtes Schaf zur Herde hatte zurückgehen lassen, ohne es wieder mit ihren Initialen zu stempeln, ging sie erneut zu Gabriel, der gerade sein Frühstück beiseitelegte, um ein verängstigtes Mutterschaf zu seinem Scherplatz zu zerren, das er dann mit einer geschickten Drehung seines Armes auf den Rücken warf. Er schnitt die Kopflocken des Schafes ab und legte Hals und Nacken frei, während seine Herrin ruhig zuschaute.
"Es errötet über diese Beleidigung", sagte Bathsheba leise, als sie die leichte Röte aufkommen sah, die sich über Nacken und Schultern des Mutterschafes, dort, wie sie von den klickenden Scheren entblößt worden waren, ausbreitete - ein Erröten, um dessen Zartheit es so manche Salondame beneidet hätte und das jeder Frau auf Erden wegen seiner Promptheit zur Ehre gereicht hätte.
Die Seele des armen Gabriel erhielt Nahrung, da er den Luxus genoß, sie neben sich zu haben, während ihre Augen seine geschickt geführte Schere kritisch verfolgten, die scheinbar jedesmal, wenn er an die Haut kam, ein Stück Fleisch mitnahm und es doch nicht tat. (...) Erfüllt von dieser milden Seligkeit, fuhr er in seiner Arbeit fort und fuhr mit der Schere allmählich Strich für Strich um die Wamme, dann über Flanke und Rücken und zuletzt über den Schwanz.
"Gut gemacht - und so schnell!" sagte Bathsheba und sah beim Klicken des letzten Schnittes auf die Uhr.
"Wie lange, Miss?" fragte Gabriel und wischte sich die Stirn.
Naaa? Mitraten? Vier Minuten? Fünf Minuten? (Bei Youtube kann man Wettscheren-Wettbewerbe sehen, bei denen die Schur in weniger als zwei Minuten stattfindet.)
"Dreiundzwanzig und eine halbe Minute, sei sie ihm die erste Locke von der Stirn geschnitten haben. Es ist das allererste Mal, dass ich gesehen habe, wie ein Schaf in weniger als einer halben Stunde geschoren wurde."
So steht es bei Thomas Hardy, in "Fern vom Treiben der Menge", erstmals erschienen 1874. Lange vor der Erfindung der Elektroschere. Heute haben es Schaf und Scherer scheint's etwas leichter, jedenfalls sind sie schneller fertig. Aber wer etwas über Schafhaltung im ländlichen England dieser Epoche erfahren will, kann es mit diesem Roman auf unterhaltsame Art tun. (Wer danach noch nicht genug hat und mit Milchwirtschaft weitermachen will, greife zu "Tess von d'Urbervilles".)
Und so geht es zu Ende:
Keuchend springt das schmucklose Muttertier fort über das Brett zwischen die nackte Herde draußen. Und dann kommt Maryann, wirft die losen Locken in die Mitte der geschorenen Wolle, rollt alles zusammen und trägt es auf das Schlachtfeld als drei Pfund unverfälschte Wärme, deren sich im Winter Menschen, unbekannt und fern von hier, erfreuen, die jedoch niemals das höchste Behagen, das man aus der Wolle gewinnen kann, erfahren werden, wie man es hier kennt, da sie noch neu und rein ist und ihre natürliche Öligkeit im lebenden Zustand noch nicht ausgetrocknet und sie nicht steif und ausgewaschen ist - was sie gerade jetzt allem sonstigen Wollenen überlegen macht, so wie Sahne wäßriger Milch überlegen ist.
Ob Thomas Hardy sich jemals selbst hingestellt und Rohwolle gesponnen hat? Übermäßig romantische Darstellung will ich ihm jedoch nicht ankreiden. Der Roman beginnt damit, dass der hoffnungsvolle junge Schäfer Gabriel zweihundert Schafe auf einmal einbüßt, weil ein übereifriger junger Hund sie durch einen Zaun in einen Abgrund treibt. Der Hund wird noch am gleichen Tage erschossen. Ein weiterer Fall des unglücklichen Schicksals, das so oft Hunde und andere Philosophen ereilt, die einen Gedankengang bis zu seinem logischen Ende verfolgen und ein vollkommen konsequentes Verhalten in einer Welt wagen, die in so hohem Maße aus Kompromissen besteht.
Mag auch die Elektroschere die Dauer des Scherens von dreiundzwanzigeinhalb auf zwei Minuten verkürzt haben - im Prinzip bleibt unsere Welt anscheinend immer gleich.
schmollfisch - 3. Sep, 00:43
Gesichtsverlust. Ein großes Wort, hat wohl in gewissen Branchen viel zu bedeuten; dort wo es zählt, was für ein Gesicht man hat und wie unbeschädigt es ist. Ich habe nie viel darauf gegeben; wenn es um bestimmte schwerwiegende Entscheidungen ging, war mein Gesicht immer das Wenigste, was zu bewahren war. Der Klügere gibt nach. Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Aus den Augen, aus dem Sinn.
Das mit den Augen und dem Sinn hat genau so lange funktioniert, bis es um mein eigenes Gesicht ging. Seit ich das nämlich aus den Augen habe, ist es mir wichtiger als je zuvor. Damit wir uns richtig verstehen: Oberhalb meines Halsausschnittes ist nichts mehr, jedenfalls sehe ich nichts im Spiegel. Da ist kein schwarzes Loch oder ein verschwommener Fleck oder sonst etwas, was mit Aneurysma oder Sehstörungen zu erklären wäre, sondern mein Spiegelbild endet einfach mit dem oberen Ende des Halses. Kompletter Gesichtsverlust. Nicht nur das, ich habe den ganzen Kopf verloren. Ich kann mich nicht mal anständig kämmen, weil der Spiegel mir keine Rückmeldung gibt; wenn es nach ihm geht, bin ich einfach kopflos.
Aber das tut so gut. Niemand ahnt, wie gut das tut, wenn man kein Gesicht mehr hat, auch keinen Kopf zu verlieren, nichts. Man lebt im luftleeren Raum, man fängt in jeder Stunde, ja in jeder Minute des Tages schlankweg von vorne an. Das ist auch so ein schönes Wort: "schlankweg". Es erinnert mich an ein Wort, das hin und wieder in Kochrezepten auftaucht: Man soll etwas "schlankrühren". Meistens handelt es sich um sauer Sahne mit Mineralwasser. Was damit gemeint ist, hat sich mir erst erschlossen, als ich den Gegensatz "dick rühren" bedachte. Schlankrühren. Das heißt, es flutscht ganz locker an den Rührbesen vorbei. Ich sehe es vor mir. Eine schön flexible Pampe, die unter den Rührbesen gefällige Spiralen bildet. Nicht dünn genug, um zu spritzen, und nicht dick genug, dem Mixer Widerstand zu leisten. Oder wie die Iren sagen: zu dick zum Trinken und zu dünn zum Pflügen.
Aber gerade dünn genug, über überall hinzukriechen, wo sich eine Ritze auftut. die ein Sehen verheißt. Das, denke ich, muss der Wunsch sein von allem, was schlank gerührt wird. Eischnee, der über Wasserdampf aufgeschlagen wird, oder Sahne in einem eisgekühlten Gefäß: Irgendwo ist Ende Gelände. Da, wo die Rührbesen schnarrend an die Schüsselwand stoßen. Hier ist Verheißung. Sich immer weiter nach oben aufzublasen, ist das Naheliegenste, aber wo wir wirklich hingehören, ist der Grund; sei es die heiße Herdplatte oder der mit Eiswürfeln gefüllte Pott, über dem die fettige Sahne gerinnen soll und nicht will. Ja.
Gerinnen. Entrinnen. Es ist wichtig, keinen Kopf zu haben, aber es ist nicht alles. Man sollte auch bedenken, wo man ihn wiederzufinden sucht. Am Grund der Schüssel. Genau da, wo es entweder hundert oder null Grad hat: Die Welt ist offen.
schmollfisch - 28. Aug, 23:07
Wir sammeln noch immer komische Schilder. Dieses hier ist zwar eigentlich gar nicht komisch und dürfte jedem bekannt sein, aber was es bedeutet, habe ich erst jetzt herausgefunden.
Es ist verboten, sein Bügeleisen schwimmen zu lassen, zumal bei Sonnenunter- oder -aufgang.
(Es könnte ja ersaufen.)
schmollfisch - 20. Aug, 00:28
Im Schreibforum wurde die Frage gestellt, wie schlecht es einem Autor gehen muss, damit er zu schreiben aufhört. Schreiben Verschüttete? Abgebrannte? Internierte? (Die schreiben, das ist bekannt.)
Das Thema ist eigentlich zu ernst, um auf Ewald zu kommen, aber er schreit nach Beachtung.
Ewald schreibt nämlich ständig; ich bekomme jede Woche mindestens zwei Postkarten. Er ist zum ersten Mal mit dem Camper unterwegs. Wahrscheinlich schreibt er so viel, damit ich mir keine Sorgen mache.
Einmal war er auch interniert. Da hat er sogar angerufen. Hintergrund war, dass er auf der Fähre von Cres zum Festland (Kroatien) mit dem Camper rückwärts einparken musste. Normal fährt man auf auf so eine Fähre vorwärts rein und danach auf der anderen Seite vorwärts wieder raus. Die Fahrgänge sind teuflisch eng, und wenn unterwegs schwerer Seegang herrschen sollte, können all die Autos auch schon mal zusammenrutschen, so eng stehen sie. Zwischen Cres und Kroatien war die See aber ganz ruhig. Sind ja auch nur ein paar Seemeilen. Die Fähre ging diesmal nur auf einer Seite auf; es war halt eine sehr kleine Fähre. Damit das Rausfahren zügig vonstatten geht, hat das Fährpersonal alle Autos rückwärts reingewinkt. Ewald mit seinem Camper, auf dem überdies hinten zwei Fahrräder klebten, geriet mächtig ins Schwitzen. Als er endlich korrekt stand, bekam er die Fahrertür nicht mehr auf. Die Beifahrertür auch nicht. Und schon gar nicht die Schiebetür an der Seite. Links und rechts waren gerade mal vier bis fünf Zentimeter Spielraum. Das Fenster ist zu eng, um Ewald durchzulassen. Er ist während der ganzen Überfahrt im Camper sitzen geblieben. Ich weiß das zuverlässig, weil er sich derart gelangweilt hat, dass er mich mit dem Handy anrief und erzählte, er säße im Dunkeln, höre Möwengeschrei und atme Dieselqualm ein. Aber im Kühlschrank seines Campers war noch etwas Vrgoracki Rosé (Kvalitetno vino).
Ansonsten hat er mir Postkarten geschrieben.
Zum Beispiel: "Freitag: Bin im Autokamp. Neben mir zelten zwei Motorradfahrer. Die haben nur so eine Art Mini-Wurfzelt dabei und eine Seitentasche voll Klamotten. Ist mir ein Rätsel, wie die zurande kommen. Heute haben sie ein Steak gekauft. Was macht ein Motorradfahrer, wenn er ein Steak hat, aber weder Kocher noch Grill, um es zuzubereiten? Er zündet es an. Die Motorradheinis haben ihr Steak in eine Aluschale getan, die Schale auf einen Kanaldeckel gesetzt, mit Öl übergossen und angezündet. Ich sitze schon wieder im Camper, der Gestank draußen ist nicht auszuhalten. Entschuldige die wacklige Schrift, es liegt am Tisch."
Zwei Tage später: "Sonntag. Es regnet und stürmt. Ich hab ne Falte in der Markise."
"Mittwoch. Hatte Heimweh und fuhr nach Split, im Lidl einkaufen. War schön. Deutsche Kartoffelchips, Äppelbrei und im Angebot verchromte Wandhaken und Akkuschrauber. Ich hab zwei Klappspaten gekauft."
"Freitag: Bin in Skrabin in einer Zeitschleife. Ging eine Gasse rauf, da gab es einen Ethnoladen, einen Weinkeller, Eiscafé, dann kamen mir zwei Typen entgegen, einer mit Glatze und einer mit Pferdeschwanz. Ich hab mich hingesetzt und einen Kaffee getrunken. Ein Kerl mit Dreadlocks kam lang und wollte einen Scherenschnitt von mir machen, ich habe ihn weggeschickt. Als ich aufstand und weiterging, kam erst ein Eiscafé, dann ein Weinkeller, ein Ethnoladen und davor zwei Typen, einer mit Glatze und einer mit Pferdeschwanz, alles auf der gegenüberliegenden Seite. Ich bin aber sicher, dass ich nicht kehrt gemacht habe. Liebe Grüße. PS. Der Scherenschnitt ist echt ähnlich geworden."
Und so weiter.
Von der Ewaldine habe ich auch Postkarten, aber erheblich weniger. Und sie klingen so vollkommen anders, dass ich mich schon frage, ob die beiden überhaupt in demselben Camper sitzen. Ewaldine schreibt mir, sie hätte in Rovinj die schönste Blaue Stunde ihres Lebens erlebt. Der Himmel sei smaragdgrün gewesen, ehrlich, aber sowas von. Am Hafen hätte ein Marionettenspieler gestanden mit einer Paganini-Marionette und den Capriccios vom Band. Wunderschön. Und der Kassierer im Transferboot hätte goldbraune Augen gehabt und ihr zum Einsteigen die Hand gereicht. Goldbraune Augen. Aber sowas von.
Wahrscheinlich haben sich Ewalds und Ewaldines Wege in diesem Moment getrennt. Ewald ist auf die Fähre zurückgekehrt (diesmal hoffentlich auf das Oberdeck), trinkt Rosé und lässt sich von Möwen besingen, während Ewaldine mit dem Transferboot nach Rovinj und zurück fährt, rund um die Uhr, und sich von den goldbraunen Augen an Bord helfen lässt, raus und rein.
Ich glaube, es ist wirklich schön dort.
Ich muss auch mal hin.
schmollfisch - 18. Aug, 00:22