...

Alte Männer in Bademänteln
"Ich muss heim, meine Enkelin braucht mich"
"Die Ypsilanti war doch selber schuld"
"Ich muss die Beine bewegen"
"Mann, kann der Obama reden"
"Bei mir im Zimmer geht der Fernseher nicht"
"Die Regionalligen sind finanziell fast untragbar"
"Ich war doch immer 'n Bergwanderer"

Alte Frauen in Bademänteln
"Ich kann das nicht alles einnehmen"
"Ich muss heim, meine Enkelin braucht mich"
"Schauen Sie, ich zeig Ihnen meine Narbe,
wenn Sie sich nicht ekeln"

Vitrine für gewagte Thesen

Ich muss bei Google einen völlig neben der Sache liegenden Suchbegriff eingegeben haben. Denn ich wurde nicht auf die normale Wiki-Seite geschickt, sondern auf eine bayrische Wiki-Seite. Diese.
Da steht zum Beispiel unter Mozarts Porträt: "Da Mozart Wolfgang Amadeus af an Büidl vo da Kraft Barbara, so wia sie in Joar 1819 gmoant hat, dass er ausschaugt."
Ins Hochdeutsch übersetzt würde das etwa lauten: "Wolfgang Mozart, gemalt von Barbara Kraft 1819 aus der Erinnerung" oder "aus der Phantasie". Jedenfalls nicht "wie sie damals dachte, dass er ausgesehen haben müssen täte".
Mich hat der bayrische Mozart fasziniert, ich las mir die ganze Seite durch, so gut ich das halt verstehen zu können meinen tat, und war begeistert von der schlichten Eingängigkeit aller auf der Seite versammelten Info.
Heute mittag habe ich das meiner älteren Tochter erzählt, die wie immer wochenends aus ihrem Studentenkabuff in Mainz gekrochen war. Und die gab mir zur Antwort, dass sie einmal einen äußerst komplizierten Sachverhalt bei Wiki nachlesen wollte und nicht begriff. Durch Zufall fand sie exakt den gleichen Sachverhalt, auch bei Wiki, in irgendeinem obskuren Dialekt erklärt und hatte nach dem ersten Nachlesen alles zwanglos kapiert.

Irgendwas muss dran sein an dem berühmten Mausprinzip. Ich eröffne nunmehr in meinem Blog eine neue Themenreihe mit dem Titel "Vitrine für gewagte Thesen" (zur Erinnerung an den verstorbenen Apollopark) und starte mit der Behauptung, dass eine mit strunzdummer Attitüde vorgetragene Erklärung manchmal bessere Aufnahmechancen hat als eine hochwissenschaftlich klingende. Wohlgemerkt, wir gehen von gleichen Inhalten aus.

Machen wir gleich die Probe aufs Exempel:

Die Industrialisierung und die daraus resultierende, stetig größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich fordern sowohl räumliche als auch strukturelle Maßnahmen. Das Regionalmarketing bietet innerhalb dieser Tatsache innovativen Handlungsspielraum. Planungs- und Entscheidungsprozesse sind bedeutendster Teil der Zielvorstellungen eines intakten Regionalmarketings. Das dabei entstehende Zusammenspiel zwischen Regionalplanung und Regionalpolitik verfolgt das Ziel, Regionen auf einen höheren Standard, bezüglich ihres Arbeits-, Bildungs-, Wohn-, und Freizeitwertes, zu entwickeln.
Zitat aus einer Examenshausarbeit zum Thema Regionalmarketing.

Es wird als mehr gedo unn manche hann allweil denach mehr unn die anndern weniger. Darum muss was do wern. Am besde wär e besser Regionalmarketing. Da dunn mer zusamme überleche unn dann was dunn, unn am End gehts allen besser, bej de Awweit unn denach vorm Fernseh, odder wass mer auch immer dunn, wenn mer mit de Awweit feddich sinn, unn mer hamm en höhern Standadd.
Der gleiche Inhalt in Hessisch.

Ich weiß nicht, ob der zweite Absatz verständlicher ist; auf alle Fälle ist er sympathischer.
Und damit eröffne ich die Vitrine für gewagte Thesen. Wäre schön, wenn auch andere Vorschläge dazu kämen.



ps. These Nummer zwei:
Die wichtigste Eigenschaft, sich im Leben zurechtzufinden, ist Unverschämtheit. Die richtige Art davon.


Die Wolferl-Matrix

Beim Durchblättern des Jokers-Katalogs stieß ich auf einen Krimi, dessen Titel ich wieder vergessen habe. Es ging darin um einen Wissenschaftler, der ein schlimmes Drama durchlebt: Seine Tochter wird ermordet. Der Täter wird nie gefasst. "Durch Zufall" gelangt der Wissenschaftler in den Besitz von DNA-Material des Mörders (Zufall ist in diesem Fall vermutlich ein Euphemismus dafür, dass er die Polizei beklaut). Und was tut der Wissenschaftler? Ganz klar: Er klont den Mörder. Dann muss er nur noch ein paar Jahre abwarten, um zu wissen, wie der Gesuchte aussieht.
Ich suche ja keinen Mörder, aber es wäre sicher interessant herauszufinden, wie der eine oder andere längst verstorbene Prominente ausgesehen haben mag. Von Goethe und Beethoven weiß man es ja so halbwegs, aber was ist zum Beispiel mit Mozart? In dem bekannten Amadeus-Film äußert er beim Aufprobieren von Perücken, er hätte am liebsten drei Köpfe, weil die Wahl so schwer sei. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass Mozart tatsächlich drei Köpfe hatte, so verschieden wie die überlieferten Porträts aussehen. (Im ebenfalls längst entschlafenen Apollopark gab es eine "Vitrine für gewagte Thesen", die mir besonders gefiel. Da stand zum Beispiel drin, dass alle Busfahrer einen Schnauzbart haben und der Tod montags einen freien Tag hat. Ich habe die Theorie vom dreiköpfigen Mozart beigesteuert.)




Dass es von Mozart kein gesichertes DNA-Material gibt, könnte das kleinste Problem sein. (Ich habe mal ein Buch gelesen, in dem Wissenschaftler anhand von Reliquien Heilige klonten. Darunter war auch einer, der auf dem Laborhof umherwankte und Aramäisch sprach. Der Richtige entlarvt sich selbst.)
Aber es geht ja auch nicht nur ums Aussehen, nicht wahr, sondern vor allem um das Genie. Gelänge tatsächlich ein Klon von Mozart, kämen wir endlich in den Genuss all der ungeschriebenen Werke, die Mozart nebenher komponiert, aber aus Zeitmangel oder Unlust nicht notiert hat. Vielleicht fallen ihm sogar noch ein paar zusätzliche ein. Das war aber eine Idee meiner Tochter. Ich wendete dagegen ein, dass ein in unserer Zeit lebendes Mozart-Klon bestimmt nicht in frühester Jugend zu komponieren anfinge. Wolferl der Zweite würde Gameboy spielen, die Teenagerjahre zwischen Disco, Sonnenbank und Fitness-Studio aufteilen und keine Note schreiben.
"Mozart wurde von seinem Vater zum Musizieren gezwungen!", resümierte ich. "Das geht heute gar nicht mehr!" (Das Gleiche gilt übrigens auch für Paganini, von dem es so viele unterschiedliche Porträts gibt, dass er mindestens acht Köpfe gehabt haben muss. Und der ist noch NACH seinem Tod so oft umgezogen**, dass es völlig aussichtslos wäre, an gesicherte DNA kommen zu wollen!)
"Wir müssten für ein Mozart-Klon ähnliche Bedingungen schaffen, wie sie damals herrschten!", meinte meine Tochter. "Wie in der Truman-Show!" Das heißt, wir schaffen unserem Wolferl dem Zweiten eine virtuelle Realität, in der er Kniehosen und gepuderte Haarbeutel trägt und schon in zartester Kindheit über sämtliche Fürstenhöfe zum Vorspielen geschleift wird. Der Wissenschaft zuliebe schaffen wir noch eine Vergleichsidentität, die völlig normal aufwächst, nämlich mit Gameboy, Disco, LAN-Partys und "Deutschland sucht den Superstar". Wird einer von ihnen Genie zeigen, und wenn ja, welches und warum keiner von beiden? Und nebenher, was ist mit der von namhaften Mozartforschern ins Reich der Fabel verwiesenen Behauptung, Mozart habe Beethoven vorspielen gehört und den Kleinen auf die Stirn geküsst? Könnte das vielleicht doch stimmen? Ein Beethoven-Klon zum Nachprüfen wäre ja schnell gemacht.
Fragen über Fragen. Wer schreibt den Mozart-Wissenschaftskrimi?

____________________

** Nachträgelchen: Dem sehr gläubigen Paganini wurde nach seinem Tod die Beisetzung auf einem geweihten Friedhof verweigert, weil er mit dem Teufel im Bund gewesen sei. Sein Sarg wurde jahrelang immer wieder umgesetzt, bis er endlich ordentlich bestattet werden konnte. Wie ein moderner Biograph schreibt, musste sein Sohn erst alles Geld, das sein Vater mithilfe des Teufels verdient hatte, der Kirche auszahlen - ein immenser Betrag. Das war nicht irgendwann im Jahre Krötenschleim und Besensalbe, sondern in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts.

wachraum

eine aura an der zimmerdecke, prismatisch geteilt
eine kinderstimme hinter dem paravent
vorbeischlurrende gummifüße
ein weiches bett im genick
zehenwackeln, bis acht zählen
nach dem bauch suchen und ihn finden
ansetzen zum räuspern
den atem rinnen lassen
wundern



Wiedersehen

Ich habe einige Bücher, die ich immer wieder lese, und ein paar, die ich vielleicht bei Gelegenheit noch mal lese. Eines davon habe ich heute herausgezogen. Keine Ahnung, wann ich es zum letzten Mal in der Hand hatte. Es ist eines von Henning Mankell. Eines seiner - nach meiner Meinung - weniger guten.
Als ich es aufschlug, fiel eine Karte heraus mit der Aufschrift "zur Genesung".
Es war eine dreiteilige Klappkarte, und sie war mir, wie ich mich beim Lesen erinnerte, in der hiesigen Klinik von einer Pfarrerin übergeben worden, die mich routinemäßig besuchte.
Da ich die Gewohnheit habe, tagesaktuelle Zettel und Karten in Bücher zu legen - es macht immer Spaß, wenn man so ein Buch Jahre später herauszieht und auf so einen Zettel stößt -, kann ich wohl davon ausgehen, dass dieses Buch meine mitgenommene Klinikslektüre war, oder ich habe es unmittelbar nach dem Klinikaufenthalt gekauft.
Wenn ich zurückrechne, glaube ich, dass das im Jahr 2002 war, und zwar im Januar. Das war mein letzter Klinikaufenthalt.
Und nun, sechs Jahre später, steht mir ein neuer bevor. Die seit langem angekündigte Gallen-OP muss jetzt sein, ich habe nächsten Mittwoch Termin.
Aber ist es nicht äußerst merkwürdig, dass ich gerade heute gerade dieses Buch aus dem Regal zog? Es würde mich nicht wundern, wenn es seit 2002 dort geschlummert hat. Und gewartet - auf meine nächste OP.
Vielleicht ist irgendeine unterbewusste Hirnverschaltung dafür verantwortlich, vielleicht ist es auch nur einfach ein ermutigendes Zeichen aus dem Off. Ich nehme es gern.
Ein Hauch vom Wunderbaren im Alltag.

Neue Dummsätze

Ich darf keine Angst haben. Die Angst tötet den Geist. (Paul Atreides in "Dune")
Ich bin diszipliniert und organisiert. (Leonard in "Memento")
Ich bin ein guter Polizist. (Wallander bei Mankell)
Weitermachen, weitermachen, nicht nach einem Sinn suchen. (Edith bei Patricia Highsmith)

Das sind Mantren. Also nicht im magischen Sinn, sondern Sätze von der Art, die man sich zur Lebensbewältigung vorsagt, am besten mehrmals am Tag.
Irgendwie sind es aber zugleich auch Dummsätze. Sonst würden sie nicht bei uns so gut als interne Familienwitze funktionieren. (Bis auf den letztgenannten, den habe ich als tragisches Beispiel hinzugesetzt.) Nebenbei bemerkt, "Dune" ist besonders reich an Dummsätzen, zum Beispiel finden bei uns auch die folgenden Anwendung:
"Allein durch meinen Willen befreit sich mein Geist."
"Sie beenden Ihr Leben im Schmerzverstärker."
"Ich habe das nicht gesagt, und ich war auch nicht hier."
"Mmmmmmmmm, Shai-hulud."

Aber am schönsten sind die Dummsätze, die man selbst geprägt hat, und von denen sind diejenigen am allerschönsten, die irgendwie wieder geistreich sind. Ein hinreißendes Beispiel: In Hünfeld gibt es einen Matratzenladen, der zur Zeit mit dem Slogan "Zwei Matratzen kaufen, eine bezahlen" wirbt. Groß und breit neben der Tür aufplakatiert. Im Vorbeifahren sagte meine Tochter in der ihr eigenen grüblerischen Art: "Kann man nicht nur eine kaufen und gar keine bezahlen?"


Vor zwei Tagen gelang mir, jawohl MIR!, eine Reihung von Dummsätzen, die unbedingt veröffentlich werden muss. Die schlägt schlechthin alles, ich sollte einen Physikpreis dafür bekommen.
Der Bordcomputer meines Autos zeigte beharrlich an: "Kühlmittel nachfüllen". Ich düste zur Tankstelle, tankte und fragte, ob Ewald vielleicht zu sprechen sei. Da kam er auch schon und besah sich die Meldung auf dem Display. Schlurfte in die Werkstatt zurück und kam alsbald mit einem Messgerät wieder.
Ich musste die Motorhaube öffnen. Darunter ist alles schwarz, nur vier Stellen sind gelb. Ich klärte Ewald auf: "Im Autohaus haben sie mir gesagt, die Stellen, an die ich drangehen darf, sind gelb, von allem anderen soll ich die Finger lassen!"
Gelb waren der Einfüllstutzen des Waschwassertanks, der Ölwanne, die Schutzkappen auf der Batterie und sonst noch was, ich weiß nicht mehr was. Ewald jedenfalls schraubte den Deckel vom Waschwassertank, hielt sein Messgerät hinein und verkündete: "Das ist auf 30 Grad minus ausgelegt, so kalt wird es schon nicht werden!" Mit einem Fingerschnippen hatte er eine blaue Gießkanne zur Hand, auf der in weißer Schrift "Wasser" stand, und füllte ein paar Schlückchen in den Waschwassertank. "So, und gut ist!"
Ich: "Wie jetzt?"
Ewald: "Machen Sie mal die Zündung an!"
Ich mache die Zündung an und das Display zeigt alle mögliche krude Info, schweigt aber vom Kühlmittel.
Ewald: "Sehnse, und gut ist!"
Ich: "Wie jetzt? Ich sollte doch Kühlmittel nachfüllen?"
Ewald: "Ja, und jetzt haben wir nachgefüllt!"
Ich: "Aber das ist doch bloß Wasser!"
Ewald: "Ja, aber wir kriegen doch keine dreißig Grad minus!"
Ich: "Was hat das denn damit zu tun??"
Ewald (verzweifelt)
Ich (schlage mir verstehend vors Vorderhaupt)
Ewald (verschwindet mit seiner Gießkanne)

Ich habe die Geschichte meiner Familie erzählt, als Beleg, dass ich nur versehentlich nicht blond bin. Erst Stunden später fiel mir folgendes auf:

Ich (verstehe immer noch nicht, wieso der Bordcomputer "Kühlmittel nachfüllen" anzeigt, wenn es in Wirklichkeit um Frostschutzmittel geht)
Ewald (hat seinen Feierabend verdient)
Ich (trinke einen auf Ewald)

Man hört ja dauernd, die Autoindustrie gehe auf dem Zahnfleisch, oder (passendere Metapher) rolle auf den Felgen. Vielleich hat das auch noch andere Gründe als bloß diese rätselhafte Finanzkrise, von der ich mich langsam frage, ob man uns die nicht bloß vorgaukelt, um irgendwas weit schwerer Wiegendes zu verschleiern.

Konzert, spätabends

parallelen treffen sich nie
doch in wirklichkeit
sind sie bögen

und treffen sich
dreißig äonen später

du bist alt geworden
faltig und fett
er nicht

er ein porträt auf einer lp
du ein kreisel dazu

als du jung warst

er zeichnet:
"well is better than unwell"

??

da sind ein karpfen
und eine libelle
zusammengestoßen

das merkt man sich

Im Licht der Idiotenlaterne ... *)

Jede Woche sehe ich mir im Fernsehen den Maler an. Er hat eine halbe Stunde Sendezeit und malt in dieser Zeit ein komplettes Bild. Zu Beginn der Sendung präsentiert er seine Palette mit den dick aufgespachtelten Farbvorräten. Die vorgrundierte Leinwand. Er erklärt alles ganz genau, aber da er Englisch spricht und obendrein sehr gedämpft, verstehe ich nicht viel.
Allerdings geht es von Mal zu Mal besser.
Er sieht aus wie 45, schlank, mit borstigem Haar. Auf der Handfläche hat er zwei winzige graue Eichhörnchen. Er zeigt sie zu Beginn der Sendung, versenkt sie in der Brusttasche seines Hemds und nimmt die Palette zur Hand, erklärt die Farben und die Leinwand. Die Brusttasche beult sich aus. Er bürstet Himmel und Wasser auf die Leinwand und fragt zwischendurch in Richtung der Tasche: "You're allright, little guys?" Innerhalb einer halben Stunde entsteht ein Berggipfel mit Gletscher, ein bewaldetes Seeufer, ein Riesenbaum links, ein kleinerer Baum daneben. Ein See mit klar spiegelndem Wasser, im Vordergrund ein Hohlweg, Gebüsch, auf die Zweigspitzen getupfte Glanzlichter, "that easy. You decide. That easy."
Ich denke dabei an Henning Mankells Kommissar, dessen Vater zeit seines Lebens zwei Sorten Waldlandschaften malte, eine mit und eine ohne Auerhahn: Seit ich die Sendereihe verfolge, ist auf allen Bildern fast das gleiche zu sehen; eine Bergkette, Wald, Fluss oder See, ein großer Baum im Vordergrund, ein kleinerer daneben. "This big tree needs a friend. You're allright, little guys?" Er spricht beinahe im Flüsterton. Fröhliche kleine Hütten, heitere kleine Berge bevölkern die Leinwand; alles ist ganz einfach und freut sich des Lebens.
Ich muss immer wieder daran denken, dass er selbst längst nicht mehr lebt, ganz jung gestorben ist, nur wenig nach Fertigstellung der Sendereihe. Ich würde gern etwas anderes von ihm lernen als Malerei, das kann ich sowieso nicht, schon gar nicht fröhliche kleine Hütten und heitere kleine Berge. Bestimmt weiß er mehr, aber das verrät er nicht. In seinem gemurmelten Tonfall, den in Rekordzeit entstehenden Traumlandschaften, Polarlicht, spiegelndem Eis, dem geflüsterten "Happy painting, and God bless you" am Ende versuche ich eine Ahnung zu finden. Die beiden Eichhörnchen in seiner Hemdtasche halten ganz still; die Beule ist sichtbar, bewegt sich jedoch nie. Vermutlich sind sie, von seinem Körper gewärmt, gleich eingeschlafen.

_________________
*) = Fernsehen

Blubbern als Kunst!

brille

Wort des Monats

"Es gibt in der geistigen Welt weitaus mehr Gnade, als sich der Mensch vorstellen kann."
(Meridian 2/2012)

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